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Damast aus dem Jouster-Schrank entwirrt

16. Mai 2017 14:00 - 16:00

StaudammAsche aus dem Fall Jouster entwirrt

Nach fast 10 Jahren ist es nun das allerletzte Mal im Museum Joure, dass der Damast aus dem Jouster-Schrank kommt. Sorgfältig gewaschen und gebügelt, wartet das Damast-Geschirr darauf, über dem Tisch entfaltet zu werden. Im Mai und Juni 2017 wird jeden Dienstagnachmittag um 14.00 Uhr die Geschichte über Damast von Frau Tine Oosterbaan enthüllt.

Die schönsten Damasttischdecken und Servietten werden aus Leinen gewebt. Leinen wird aus den Stengelfasern der Flachspflanze gewonnen. Die Qualität des Flachses, die Art des Spinnens, Webens, aber auch des Bügelns sorgt für den Glanz und das Hell-Dunkel-Spiel dieses schönen Textils. Ein klares Merkmal von Leinendamast ist, dass die Motive auf der einen Seite "hell" und auf der anderen Seite des Gewebes "dunkel" sind. Auch wenn nur weißes Garn verwendet wird.

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts waren es die Weberinnen und Weber, die die alten gemeinsamen Motive verwalteten und verwendeten. Dann wurden Künstler rekrutiert. So erhielten die floralen Motive des 19. Jahrhunderts einen ganz anderen Reiz. Jugendstil und später Art-Deco sind in diesen neuen Entwürfen deutlich erkennbar. Alles ist viel stilisierter und geordneter.

Seit Jahrhunderten ist schön gewebte Tischwäsche ein königliches Geschenk. Im Jahr 2002 erhielt unser Königspaar bei seiner Hochzeit Tischwäsche als Geschenk mit einem von Chris Lebeaus vorhandenen Entwurf: "Apfel". Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts war dieser Künstler ein renommierter Designer für die Weberei Van Dissel in Eindhoven.

Was haben Sie im Schrank?
Aus ihrer eigenen Sammlung zeigt und erzählt Frau Oosterbaan über ihre schönsten Exemplare. Besucher können ihren eigenen Damast mitbringen. Das Anstecken am Tisch im vorderen Salon in Pand 99 an der Midstraat ist kostenlos.

Daten

Datum:
16. Mai 2017
Zeit:
14:00 - 16:00